Unser allgemeines Ziel bei der Gesundheitsförderung ist die gesunde Entwicklung eines jeden Kindes. Die frühe Förderung eines bewussten Umgangs mit dem eigenen Körper - beispielsweise durch eine gesunde Ernährung, durch Bewegung und durch die Stärkung des kindlichen Selbstvertrauens - führt zu einer besseren Entfaltung von körperlichem und seelischem Wohlbefinden im Alltag.

Gesunde und zuckerreduzierte Ernährung im FRÖBEL-Kindergarten Elbwichtel

Bei uns werden die Kinder mit ausgewogenen, altersgemäßen und hochwertigen Mahlzeiten versorgt. Denn das in der Kindheit geprägte Geschmacksempfinden hat lebenslang Bedeutung. Das Getränkeangebot besteht aus Wasser und ungesüßten Tees. In unserem Kindergarten verzichten wir weitestgehend auf Weißzucker. Wir benutzen alternativ Produkte wie Agavendicksaft u.ä..  

Unser Mittagessen beziehen wir über Porschke GmbH, www.essen-fuer-kinder.de. Die Menüzusammenstellung entspricht den Empfehlungen der deutschen Gesellschaft für Ernährung. Bei der Auswahl der Rohstoffe setzt Porschke auf regionale und saisonale Produkte.  

Bei den Mahlzeiten richten wir uns nach den individuellen Bedürfnissen der Kinder, dabei werden die unterschiedlichen ethnischen und religiösen Hintergründe der Kinder und ihrer Familien berücksichtigt. Sollte ihr Kind eine Allergie oder Unverträglichkeit haben, erhält es im Bedarfsfall verträgliche Kost. Dies ist bei Vertragsabschluss abzusprechen.   

Gesunde Ernährung im Kindergartenalltag

Wir legen großen Wert auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln und auf die gesunde Lebensmittelzubereitung. Außerdem vermitteln wir den Kindern eine grundsätzliche Ästhetik bei der Gestaltung der gemeinsamen Mahlzeiten. Die Kinder lernen bei uns auch viel über Hygiene (Händewaschen), Orientierung im Raum (Platzsuche), soziale Rücksichtnahme (Warten auf andere, Sauberkeit, Ausreden lassen, sitzen bleiben), motorische Geschicklichkeit (sachgemäßen Umgang mit Geschirr und Besteck) und mehr.  

Partizipation spielt auch im Bereich Ernährung eine Rolle. Die Kinder dürfen mit aussuchen, welches Mittagsgericht bestellt wird, welche Komponente auf ihren Teller kommt, ob und wie viel sie essen möchten. Dass sie sich selbst und wenn nötig mit Hilfe der pädagogischen Fachkraft den Teller auffüllen dürfen, ist selbstverständlich. Dabei gibt es keinen Probierzwang und die Kinder lernen ihren Hunger und Appetit richtig einschätzen zu können. Kinder brauchen sieben bis acht Versuche, bis sie etwas als bekannt und wohlschmeckend einstufen. Das heißt, durch regelmäßiges Probieren verinnerlichen Kinder den Geschmack von gesunden Lebensmitteln. In der praktischen Umsetzung bedeutet dies, dass wir den Kindern beispielsweise immer wieder Paprika anbieten, sie aber niemals zwingen zu kosten.      

Unersetzlich ist so z.B. die gemeinsame Mittagsmahlzeit von pädagogischen Fachkräften und Kindern. Denn gemeinsame Mahlzeiten sind viel mehr als die Versorgung des Körpers mit Vitaminen, Nährstoffen und Kohlenhydraten. Mahlzeiten als soziales Ereignis mit eigenen Ritualen als fester Bestandteil des Tages vermitteln Nähe, Wohlbefinden und stärken das Gemeinschaftsgefühl. Nicht nur das Angebot an Essen, auch die Atmosphäre während des Essens beeinflusst die Ernährungsgewohnheiten von Kindern nachhaltig.  

So wird regelmäßig das Mittagessen für den Kindergarten an einem Tag in der Woche mit den Kindern selbst hergestellt.  

Kinder schauen gern in Töpfe. Wenn in der Einrichtung frisch gekocht wird, helfen Kinder oft gern, es schmeckt besonders gut, wenn man weiß, dass man selbst Gemüse geschnitten, Kräuter geerntet und umgerührt hat.  

Die Essenszubereitung dauert am Kochtag den gesamten Vormittag und acht bis zehn Kinder nehmen am Angebot teil. Nach Abklären der Hygieneregeln werden den Kindern die Bestandteile des Tagesgerichts gezeigt. Sie können so Bekanntes identifizieren und Neues kennenlernen, andere an ihrem Wissen teilhaben lassen und auch die Zutaten im Rohzustand probieren, um zu sehen wie sie sich nach dem Kochen verändern. Dass wir uns über die Bestandteile unterhalten, ist dem Spracherwerb und dem Wortschatz förderlich. Je nach Art der Mahlzeit wird nun geschnippelt, gerührt, geknetet, gekocht und gebacken. Die Kinder erlernen so verschiedene Alltagstätigkeiten und werden motorisch gefördert, indem sie ihre Hände für verschiedene Tätigkeiten nutzen lernen. Wenn sie es beispielsweise geschafft haben eine Möhre ganz allein zu schneiden, erfüllt sie dies mit Stolz. Hierbei ist es egal, ob die Stücke größer oder kleiner sind – der Erfolg und der Spaß des Kindes stehen im Vordergrund. Im Anschluss an den Vorbereitungsprozess wird dann mit 4-5 Kindern am Herd gearbeitet um die Mahlzeit zuzubereiten. Hier lernen die Kinder mit den Gefahren „Herd“ und  „Hitze“ umzugehen. Wenn alles fertig ist, dürfen sie natürlich als erstes Probieren. Die Erfahrung zeigt, dass das selbstgekochte Essen bei den Kindern, die mitgemacht haben, sowie bei allen anderen, sehr gut ankommt. Im Prozess des Kochens lernen die Kinder zudem geduldig auf Hilfe zu warten, rücksichtvollen Umgang miteinander und gegenseitige Unterstützung.  Auch das Backen mit Kindern findet im Kindergarten regelmäßig statt. Es werden Kuchen und Brote gebacken, oder auch mal Kekse.    

Hier zum "Semmelklöße mit Kräutersoße und Gurkensalat" Rezept →